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Aus- und Weiterbildung

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Allgemeines zum Blockstudium und modularisierten Vollzeitstudium
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Grundrichtungen aller Studiengänge
Wir streben an, aus erneuerter Erkenntnismethode manche formalen, systemorientierten Fachinhalte wieder an die satte Wirklichkeit menschlicher Welterfahrung und menschlichen Schaffens heranzuführen sie umzuschmelzen und letztlich neu aus den Welterscheinungen aufzubauen. Die Methoden dafür können an der philosophisch begriffenen Erkenntnistheorie Rudolf Steiners erübt werden. Zur Erkenntnis muss aber immer Erfahrung hinzutreten. Erst so entsteht Lehrinhalt für die Schule, sind es doch Wahrnehmen, Erleben und praktische Ausübung, die neues Interesse, neue Freude an bestimmten Gebieten der Welt erzeugen. Nur aus Staunen, Ehrfurcht und Liebe gegenüber der tief, dunkel und unerschöpflich bleibenden Erfahrungswelt quellen Mut und Ausdauer für die Erkenntnis, für Bemühung im eigenen Denken und für Unterricht.
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Für die Fachkurse der verschiedenen Studiengänge stehen ein physikalisches und ein chemisches Experimentallabor zur Verfügung (praktische Übungen). Vom digitalen Faxlehrgerät bis zum Dampfheber verhelfen moderne Einrichtungen zur Konkretisierung der Kenntnisse für Physik- und Technologieunterricht. Auf einem angeschlossenen Gärtnerhof werden ggf. Kurse, biologische Praktika und Studienarbeiten (Projekte) eingerichtet, durch welche dem mehr auf Mechanismen und Schemata gestützten deskriptiven Biologiewissen neue Horizonte der praktischen Naturgestaltung und -erfahrung, der Pflege und der angepassten ökologischen Nutzung von Boden, Pflanze und Tier eröffnet werden. Ein zoologisches Praktikum ist dem Präparieren von Tierkörpern auch größerer Haustiere gewidmet (topographische und funktionelle Anatomie). Geographische, geologische, geschichtliche und kunstgeschichtliche Exkursionen geben auch hier neue Quellenbekanntschaft, so dass späterer diesbezüglicher Unterricht ab der 5. oder 6. Klasse Weltinteresse anregt durch erfahrungsoffene Wissenskultur des Lehrers. Verschiedene Projekte leiten während des Studiums zur eigenen Gestaltung der Stoffe und zur Methodik des Unterrichtens an.
Im allgemeinpädagogischen Studium wird die Entwicklung der geistigen, seelischen und leiblichen Wesenheit des Menschen dargestellt. Das wird anhand von Grundschriften R. Steiners im Austausch erarbeitet. Menschenkunde und Psychologie des Kindes- und Jugendalters sind zu durchdringen. Methodik und Didaktik des Unterrichtens heißt dann: die Menschenerkenntnis immer weiter bis in das eigene Tun vertiefen. Daraus schmiedet der Lehrer das Handwerkszeug für sein Wirken.
Dazu kommt künstlerisch angesetzte Persönlichkeitsbildung. Während der angestrebten individuellen Umorientierung gibt künstlerisches Schaffen für alle die nötige Sicherheit durch Tun und Selbsterfahrung. Eine Welt neuer Erlebnisse öffnet sich durch die im Sinne einer neuen Pädagogik verwandelten Künste. Sprachgestaltung, Eurythmie, Musik, Plastizieren, Malen und Zeichnen sowie Erzählen, Tafelzeichnen für alle Teilnehmer in kleinen Gruppen sollen vielfache Gelegenheit schaffen, die eigenen schöpferischen Kräfte und das Wahrnehmungsvermögen für den Ausdruck des Seelischen zu stärken. So können wesentliche Fähigkeiten des Lehrers geübt werden: Gestaltungsfreude, Mut und entschlossener Zugriff aus geordnetem Empfinden.
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