Aus- und Weiterbildung

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Weiterbildung 
Terminübersicht der
Veranstaltungen

Die Module in Kassel

Die Module am Lehrerseminar Kassel ruhen auf drei Säulen:

  1. Die anthroposophische, anthropologische und philosophische Vertiefung der Pädagogik: Wie zentriert sich die Persönlichkeit in ihrem Innenleben und entwickelt Selbstbewusstsein? Wie wird sie als Leib ein Teil der Welt? - Fragen der Beziehung von Mensch und Welt, des Einlassens und Abgrenzens werden hier vielfältig beleuchtet.
     
  2. Grundlegende Fähigkeitsbildung in der bildenden und darstellenden Kunst: wie kann man sein seelisches Empfindungs- und Ausdrucksvermögen so erweitern, dass es mit sehr verschiedenartigen Schülerpersönlichkeiten menschlich konkret, verbindlich und fördernd umgehen kann? Durch welche Haltung bekommt man leichter gute Einfälle?
     
  3. Aufschluss der universitären Vorbildung für die Schule: Wie muss man auf sein Fach blicken, damit Jugendliche "Feuer fangen" und Inhalte spannend werden? Aus welcher Blickrichtung erscheint die Welt fertig und alt, aus welcher interessant und neu?
    Welche Fragen sind so elementar, dass man sich ein ganzes Berufsleben gönnen kann, sie facettenreich zu erschließen? - Hier treten phänomenologische und symptomatologische Aspekte in den Blick.

Das Lehrerseminar in Kassel hat seit 1983 diese drei Säulen des Studiums ausgearbeitet und dabei sein Profil geschärft.

 

Anthropologisch-anthroposophische Grundlagenkurse

Während sämtlicher Studienzeiten in Kassel finden Kurse zu anthroposophisch-menschenkundlichen und entwicklungs- bzw. lernpsychologischen Themen statt. Ein plastisches und gehaltvolles Bild der Entwicklungslinien und -bestrebungen junger Menschen soll damit angelegt werden, strebt doch die Waldorfpädagogik an, Kinder und Jugendliche so zu erziehen und zu bilden, dass sie die Möglichkeiten ihres Menschseins umfassend kennen- und ergreifen lernen.

Die anthropologischen bzw. anthroposophischen Kurse stehen am Anfang des Studientages, sie finden täglich in der Zeit von 8.00 - 9.30 Uhr statt. Sie erfordern individuelle Nach- bzw. Vorbereitung. Dafür ist täglich ein Zeitraum vorgesehen, in dem die Bibliothek und weitere Arbeitsräume zur Verfügung stehen und in dem sich meist ein Dozent für individuelle Fragen, die sich aus der Arbeit ergeben, bereithält. Typischerweise schließt dieser Zeitraum, nach einer Pause, an die anthropologischen bzw. anthroposophischen Kurse an.

 

Künstlerische Übkurse

Der individuellen Studienzeit folgt ein künstlerischer Übkurs. Hier sind vor allem Eurythmie und Sprachgestaltung als Elemente einer künstlerisch angesetzten Persönlichkeitsbildung vorgesehen. In der Eurythmie kann das in den Anthropologie-Kursen Betrachtete erlebnismäßig begriffen und dabei die Qualität der menschlichen Bewegungsgestalt fühlbar gemacht werden. In der Sprachgestaltung gilt es nicht nur, sich sprachlich geführt in Dialoge stellen zu können, sondern insbesondere, die eigenen schöpferischen Kräfte und das Wahrnehmungsvermögen für seelischen Ausdruck zu stärken.

 

Fachkurse

In den Fachkursen, die im Stundenplan meist zum Ende des Vormittages und am Nachmittag liegen, werden nicht nur Fachmethodik und -didaktik behandelt, sondern auch der erkenntnistheoretische Rahmen des eigenen Faches. Es gilt, diesen Rahmen so genau in den Blick zu bekommen, dass man überschauen kann, inwiefern er die Grundlagen des Erziehens und der Bildung beeinflusst. Diesen Rahmen bauen, für die verschiedenen Fächer in getrennten Kursen, die Fachkurse auf. Erscheinungsreichtum, Begegnungsfreude im Dialog mit der Welt, geführte Erkenntnisbildung entlang von Erscheinungsreihen, lebenserfüllte Bilder zu geschichtlichen Epochen und vieles mehr gilt es sich hier zu erobern.

In diesen Kursen sind die Studierenden in drei Fachrichtungen aufgeteilt:

  • Fachbereich Biologie, Chemie, Geographie
  • Fachbereich Deutsch, Geschichte, Kunstgeschichte
  • Fachbereich Mathematik und Physik

 

Kolloquien und Kurse zu allgemeinen Themen der Waldorfpädagogik, Schulentwicklung und Gesellschaft

Hier sollen Themen wie die Rolle des Lehrers in der Gesellschaft, Schulpolitik, Schulabschlüsse aber auch allgemeinbildende Themen aus dem literarischen, kunsthistorischen oder auch naturwissenschaftlichen Felde behandelt werden. Speziell zur Waldorfpädagogik können hier Fragen zur inneren Schulung des Lehrers, zur Geschichte der Waldorfschulen und zur Konferenzgestaltung thematisiert werden. Die Kurse werden teilweise auch an den Ausbildungsschulen gegeben.

 

Stundenplan

8.00 - 9.30 Uhr Anthropologisch-anthroposophische Grundlagenkurse

9.30 - 10.00 Uhr Pause

10.00 - 10.45 Uhr Individuelle Nach- und Vorbereitung des Grundlagenkurses

10.45 - 11.45 Uhr Eurythmie/Sprachgestaltung

11.45 - 12.00 Uhr Pause

12.00 - 13.30 Uhr Kurse in den jeweiligen Fächern (Fachkurse)

13.30 - 14.30 Uhr Pause

14.30 - 16.00 Uhr Kurse in den jeweiligen Fächern (Fachkurse)

Zweimal während der Ausbildungszeit nehmen für je zwei Wochen die Studierenden des modularisierten Vollzeitstudiums an Veranstaltungen des Blockstudiums teil. In dieser Zeit gilt ein gesonderter Stundenplan. Ebenso besuchen die Studierenden für eine Woche eine Fortbildungswoche zusammen mit schon an Waldorfschulen tätigen Lehrerinnen und Lehrern. Auch hier weicht der Stundenplan von dem obigen ab.
 

  
 
Internationale Fortbildungs-
woche

vom 15. bis
21. April 2011
Thema:
12. Klasse

>Informationen<


 
Die neuen naturwissen-schaftlichen Räume

In der Brabanter Str. 49 sind die neuen natur-wissenschaft-lichen Räume fertiggestellt.

>Die Festschrift<
 

 
Literaturliste
zur Waldorf-
pädagogik

zusammen-
gestellt von Angelika Wiehl

Seminar an der Universität
Kassel
P. Guttenhöfer:
Die Waldorf-
schule als Freie
Schule

>PDF Download<